dWing — die Welt ist nicht gerecht

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S6

Ich habe heute endlich meine Englisch Präsentation hinter mir, die ich mit S5, dem simplen, standardbasierten Slideshowsystem gemacht habe. Im Prinzip ist S5 super, es ist als HTML Kenner gut zu benutzen und sicherlich tausend mal einfacher als Powerpoint oder Impress oder wie auch immer das Präsentationsprogramm von OpenOffice heißt.
Aber es sind mir auch einige Probleme aufgefallen: S5 heißt zwar standardbasiert aber ist es nicht zu 100%. Sobald ich nämlich application/xhtml+xml benutze funktioniert gar nichts mehr mit S5. Und es hat auch einige Probleme mit der Skalierung. Es passt zwar die Schriftgröße je nach Fenstergröße an, es kann aber trotzdem vorkommen, dass wenn zu viele Punkte auf einer Folie sind, diese über den unteren Rand drübergeht und einige Punkte somit nicht mehr sichtbar sind. Ganz andere Probleme hat es mit Bildern. Diese werden gar nicht skaliert.
Also habe ich mir spontan überlegt: Wie wäre es mit einem S6? Ein simples, skalierbares und wirklich standardbasiertes Sliseshowsystem? Skalierbar würde noch einen Schritt weiter gehen, und zwar das SVG für das gesamte UI verwendet werden würde. Und jeder liebt eyecandy, also müsste es auch noch weiche Übergänge oder sonstige Animationen bieten.
Es wäre sicherlich eine interessante Arbeit soetwas zum Leben zu erwecken, aber schon jetzt so auf Anhieb wüsste ich nicht wie ich manche Dinge davon lösen sollte. Schon alleine wie ich ein halb-skalierbares SVG mache bei dem sich einige Teile wie in HTML anpassen, andere aber unabhängig vom Seitenverhältnis aber dennoch Abhängig von der Gesamtauflösung sind. Ich hoffe man kann mir dabei folgen.
Mal sehen ob ich genug Motivation aufbringen kann in diese Richtung etwas zu unternehmen.

Typografie im Web

In letzter Zeit habe ich einige interessante Seiten zum Thema Typografie im Web gelesen, und dabei festgestellt das ich in der Vergangen so viel falsch gemacht habe. Und irgendwie habe ich wieder das Gefühl das ich alles auseinanderreißen sollte um ein ganz neues dWing zu erschaffen. Das wäre dann dWing v4. Einen Schritt weiter zur Perfektion.
Es ist für mich eine ganz neue Überlegung das Design nicht mit aufwändigen Grafiken und sonstwas anzufangen sondern den Designprozess ganz auf den Kern zu zentrieren: Den Text.
Und dabei geht es nicht nur um das Problem der Schriftart sondern um das gesamte Schriftbild. Um Dinge wie Buchstaben-, Wort- und Zeilenabstände. Um Ausrichtung, Ligaturen und Kerning. Um Begriffe wie Measurement und Grid Fitting.
Das Ziel ist es dabei den Kern der Seite, den Text, besser an den Leser zu bringen. So das es einfacher und angenehmer zu lesen ist. Es muss ein gewisser Fluss vorhanden sein, der nicht abbricht und somit den Benutzer nicht verwirrt oder ablenkt.
Manches ist leider mit den heutigen Methoden nicht umsetzbar. Aber Mozilla arbeitet schon an Dingen wie Kerning und Ligaturen und hoffentlich auch Hyphenation.
Ich bin mal gespannt was die Zukunft noch so bringen mag, auch was die ganzen typografischen Möglichkeiten von CSS3 anbelangt.

XHTML2 oder doch HTML5?

Schon vor einiger Zeit habe ich einige interessante Artikel über XHTML2 und HTML5 gelesen. Da wären natürlich die beiden Interviews mit dem XHTML2 Team und dem HTML5 Team und natürlich einen kleinen Vergleich der beiden Technologien.
Beide Teams verfolgen im Grunde das selbe Ziel. Das die HTML Dokumente auf allen Systemen und allen Browsern gleich dargestellt werden.
Während HTML5 eher feste Regeln plant um die Darstellung heutiger HTML Seiten zu vereinheitlichen, will XHTML2 die Abwärtskompatibilität brechen und einen neuen sauberen und sinnvollen Standard schaffen.
Beide Teams haben gute Ideen. Ich mag die ganzen Erweiterung des WHATWG, DOMStorage, Offline Unterstützung und auch die interessanten <video> und <audio> Tags.
Aber ich bin selbst viel mehr für XHTML2. Ich finde das es langsam an der Zeit ist für ein sauber programmiertes Web. Das HTML5 Team will dem Webdesigner nichts aufzwingen und unterstützt sogar schlampige Programmierung. Es gibt extra Ausnahmen für WYSIWYG Editoren die einfach in einem sauberen Standard nichts verloren haben. Und sowieso wird es weiterhin die Tag Suppe (tag soup) geben die in einem modernen Web einfach nichts verloren hat.
Ich finde man sollte einfach mal einen Strich ziehen und wirklich die Spreu vom Weizen trennen. Gute von schlechten Programmierern. Man sollte die neuesten Techniken nur denen zugänglich machen die auch damit umgehen können. Natürlich wäre das Web nicht das was es heute ist, wenn es nicht die Möglichkeit gäbe einfach so eine Seite zusammenzuschmeißen. Aber die Zeiten sind vorbei. Jetzt reden wir von Web2.0, wo Sachen wie offene Standards, Interoperabilität, Barrierefreiheit und ähnliches groß geschrieben wird.
XHTML2 bietet auch durch den Aufbau auf XHTML so viele Möglichkeiten. XForms löst die bisherigen HTML Formulare ab und man kann direkt Mathematische Formeln per MathML einbinden oder Vektorgrafiken mit SVG. Alles in einem Dokument. Und die Browser können auch viel weiter vereinfacht werden weil ewigst viele Sonderregeln wegfallen. Zumindest wenn der Browser weiß mit welcher Version er es zutun hat. Dazu wäre auch der Blog Eintrag von Mozillas David Baron zum Thema Versionen interessant. Ich weiß aber nicht was die ganzen Leute, vor allem diejenigen die mit an den Standards arbeiten, gegen XHTML2 haben. Ich finde es sehr gut.
Oh man wieder so viel zusammenhangloses Zeug geschrieben :D Ich hoffe ihr behaltet den Überblick.
Ach außerdem habe ich endlich das Tag System umgestellt und ich hoffe es ist gut geworden, so wie es sich für eine Web2.0 Seite gehört :D