dWing — die Welt ist nicht gerecht

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Wieder da

Vor einigen Wochen habe ich meinen Desktop Rechner komplett formatiert und dort nur Ubuntu, ohne Windows, installiert. Weil ich den Rechner sowieso kaum mehr eingeschaltet hatte, weil ich eher mit meinem Laptop online war, und weil ich zu faul war auf diesem einen Webserver zu installieren, war dWing lange Zeit nicht erreichbar.

Aber damit ist jetzt Schluss. Ich habe mich dazu entschieden einen vServer zu mieten. Und jetzt habe ich ihn erfolgreich eingerichtet. :) Ich werde noch ein wenig rumspielen mit dem vServer und hoffentlich auch mal wieder öfter bloggen.

Es ist auch an dWing noch sehr viel zu machen. Auch in Bezug auf Serverunterstützung. Ich hoffe das ich ein wenig mehr Motivation finde daran zu arbeiten. Es wäre auch an der Zeit mit dem neuen Design weiter zu machen. Außerdem habe ich einige Ideen bezüglich REST, ein neues Modewort was mehr oder weniger das selbe ist wie CRUD (create, read, update, delete), nur das CRUD eine Abstraktion ist zwischen Objekten in der Applikation und Datensätzen in einer Datenbank. REST ist eher eine Schicht zwischen der Client Applikation (ECMAScript) und dem Server, aber es werden genau die selben Methoden benutzt. create = POST, read = GET, update = PUT, delete = DELETE. Ach hätte ich doch bloß Motivation direkt daran zu arbeiten.

Typografie im Web

In letzter Zeit habe ich einige interessante Seiten zum Thema Typografie im Web gelesen, und dabei festgestellt das ich in der Vergangen so viel falsch gemacht habe. Und irgendwie habe ich wieder das Gefühl das ich alles auseinanderreißen sollte um ein ganz neues dWing zu erschaffen. Das wäre dann dWing v4. Einen Schritt weiter zur Perfektion.
Es ist für mich eine ganz neue Überlegung das Design nicht mit aufwändigen Grafiken und sonstwas anzufangen sondern den Designprozess ganz auf den Kern zu zentrieren: Den Text.
Und dabei geht es nicht nur um das Problem der Schriftart sondern um das gesamte Schriftbild. Um Dinge wie Buchstaben-, Wort- und Zeilenabstände. Um Ausrichtung, Ligaturen und Kerning. Um Begriffe wie Measurement und Grid Fitting.
Das Ziel ist es dabei den Kern der Seite, den Text, besser an den Leser zu bringen. So das es einfacher und angenehmer zu lesen ist. Es muss ein gewisser Fluss vorhanden sein, der nicht abbricht und somit den Benutzer nicht verwirrt oder ablenkt.
Manches ist leider mit den heutigen Methoden nicht umsetzbar. Aber Mozilla arbeitet schon an Dingen wie Kerning und Ligaturen und hoffentlich auch Hyphenation.
Ich bin mal gespannt was die Zukunft noch so bringen mag, auch was die ganzen typografischen Möglichkeiten von CSS3 anbelangt.

dWing jetzt mit mootools

Eigentlich hatte ich es schon ewig vor aber diesmal habe ich es endlich geschafft. Ich habe dWing von der veralteten Kombination aus Prototype und moo.fx umgestellt auf mootools.
Und jetzt hat sich auch der richtige Vorteil von Mercurial gezeigt. Ich kann einfach mein dWing Repository clonen nach dwing-mootools und dort an der mootools Umstellung arbeiten, während ich in dwing andere Änderungen vornehme. Am Schluss pulle ich einfach meine Änderungen von dwing-mootools nach dwing, mache einen kurzen merge und fertig.
Naja für euch Besucher wird sich allerdings nichts ändern. Zumindest noch nicht. Aber irgendwie fällt mir auch nicht ein was ich so alles an Effekten usw. noch einbauen sollte, hm...

CSS Naked Day und ein wenig mehr Web2.0

Neulich war der CSS Naked Day, eine kleine Aktion um Seiten ohne Stylesheets zu präsentieren um zu sehen wie gut strukturiert das HTML ist. Ich habe es zu spät mitbekommen und nicht mitgemacht auch aus dem Grund, weil ich gesehen habe, das es noch viel zu tun gibt damit meine Seite ohne Stylesheets gut aussieht.
Und gerade hab ich noch etwas herumgespielt und die Tag Anzeige hier bei den neuesten Einträgen umgeändert, damit es wieder etwas mehr nach Web2.0 aussieht :D So ganz zufrieden bin ich damit allerdings noch nicht :/

XHTML2 oder doch HTML5?

Schon vor einiger Zeit habe ich einige interessante Artikel über XHTML2 und HTML5 gelesen. Da wären natürlich die beiden Interviews mit dem XHTML2 Team und dem HTML5 Team und natürlich einen kleinen Vergleich der beiden Technologien.
Beide Teams verfolgen im Grunde das selbe Ziel. Das die HTML Dokumente auf allen Systemen und allen Browsern gleich dargestellt werden.
Während HTML5 eher feste Regeln plant um die Darstellung heutiger HTML Seiten zu vereinheitlichen, will XHTML2 die Abwärtskompatibilität brechen und einen neuen sauberen und sinnvollen Standard schaffen.
Beide Teams haben gute Ideen. Ich mag die ganzen Erweiterung des WHATWG, DOMStorage, Offline Unterstützung und auch die interessanten <video> und <audio> Tags.
Aber ich bin selbst viel mehr für XHTML2. Ich finde das es langsam an der Zeit ist für ein sauber programmiertes Web. Das HTML5 Team will dem Webdesigner nichts aufzwingen und unterstützt sogar schlampige Programmierung. Es gibt extra Ausnahmen für WYSIWYG Editoren die einfach in einem sauberen Standard nichts verloren haben. Und sowieso wird es weiterhin die Tag Suppe (tag soup) geben die in einem modernen Web einfach nichts verloren hat.
Ich finde man sollte einfach mal einen Strich ziehen und wirklich die Spreu vom Weizen trennen. Gute von schlechten Programmierern. Man sollte die neuesten Techniken nur denen zugänglich machen die auch damit umgehen können. Natürlich wäre das Web nicht das was es heute ist, wenn es nicht die Möglichkeit gäbe einfach so eine Seite zusammenzuschmeißen. Aber die Zeiten sind vorbei. Jetzt reden wir von Web2.0, wo Sachen wie offene Standards, Interoperabilität, Barrierefreiheit und ähnliches groß geschrieben wird.
XHTML2 bietet auch durch den Aufbau auf XHTML so viele Möglichkeiten. XForms löst die bisherigen HTML Formulare ab und man kann direkt Mathematische Formeln per MathML einbinden oder Vektorgrafiken mit SVG. Alles in einem Dokument. Und die Browser können auch viel weiter vereinfacht werden weil ewigst viele Sonderregeln wegfallen. Zumindest wenn der Browser weiß mit welcher Version er es zutun hat. Dazu wäre auch der Blog Eintrag von Mozillas David Baron zum Thema Versionen interessant. Ich weiß aber nicht was die ganzen Leute, vor allem diejenigen die mit an den Standards arbeiten, gegen XHTML2 haben. Ich finde es sehr gut.
Oh man wieder so viel zusammenhangloses Zeug geschrieben :D Ich hoffe ihr behaltet den Überblick.
Ach außerdem habe ich endlich das Tag System umgestellt und ich hoffe es ist gut geworden, so wie es sich für eine Web2.0 Seite gehört :D