dWing — die Welt ist nicht gerecht

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Never change a running system?!?

Da mein Laptop sowohl unter Linux als auch Windows ziemlich träge lief habe ich ihn nun eingestampft um neu aufzusetzen. Eigentlich hatte ich dies mi Februar schon vor aber habe es doch noch etwas verzögert um eine stabilere Ubuntu Version zu erwischen, die aktuelle Nightly von 11.04 alias Natty Narwhal.

Nundenn, gleich vorweg: Das Vorhaben war ein Misserfolg sonder gleichen.


Windows: Die Installation war gut gelungen, hätte mir auch nichts anderes erwartet, das System läuft nun schneller als Vorher, das war auch meine Absicht. Mit den Treibern gibt es allerdings leichte Probleme. Die Synaptics Treiber für mein Touchpad von der Acer Seite lassen sich nicht installieren, sie behaupten mein Touchpad würde nicht unterstützt werden. Die neueste Version von der Synaptics Seite installiert stattdessen Srybe, was auf Gesten auf Multitouchpads ausgelegt ist. Ich habe also ein wie gewohnt hässliches System Icon was ein noch hässlicheres Einstellungsfenster für die Gesten hat die ich sowieso nicht verwenden kann denn mein Touchpad hat keine Unterstützung für mehrere Finger. Das wirklich einzige für das ich die Treiber gebraucht hätte, das Scrollen am rechten Rand, geht trotzdem nicht. So ist das System zum surfen im Web nicht geeignet, aber dazu benutze ich Windows ja eh nicht.


Nun zu Linux bzw. Ubuntu, was ein viel größeres Epic Fail darstellt. Da ich ein System mit Komplettverschlüsselung haben will bin ich auf die Alternate CD angewiesen die einen textbasierten Installer mitbringt. Ich erstelle einen USB Stick und will diesen starten. Die Sprachauswahl beim boot geht, aber sobald ich mit der Installation beginnen will kommt ein schwarzer Bildschirm und nichts passiert. Schnell ausprobiert das dies mit einer älteren Alternate CD auch der Fall ist. Begründen kann ich dies nicht, aber als Lösung habe ich nun 10.04 installiert und inkrementell zuerst auf 10.10 dann auf 11.04 aktualisiert.

Dann das wichtigste: Die Installation der Grafiktreiber. Es wird der Nvidia und der experimentelle Nouveau Treiber angeboten. Klarstellend muss ich sagen das sowieso Nouveau im Einsatz ist, allerdings ohne 3D Unterstützung. Nvidia Treiber installiert, funktionierte bisher immer Wunderbar, Neustart und dann kriege ich beim Hochfahren einen schwarzen Bildschirm. Ich wusste nicht was los ist aber nachdem ich einfach mal probierte mein Verschlüsselungspasswort blind einzugeben startete das System normal, allerdings von 3D Unterstützung keine Spur. Ich schaue im Kernel Log nach und dort steht meine Grafikkarte würde nicht unterstützt werden, dabei steht im Readme explizit das sie unterstützt wird. Dann habe ich schnell den experimentellen Nouveau 3D Treiber ausprobiert, auch ohne Erfolg.

Im Endeffekt habe ich durch die Installation des Nvidia Treibers statt einem Eingabefeld für das Verschlüsselungspasswort nun einen schwarzen Bildschirm und darf dies blind eintippen, außerdem habe ich eine zu niedrige Auflösung durch die das Bild gestreckt und hässlich ist, dazu ist das Scrollen in Anwendungen insbesondere Firefox extrem langsam und unbenutzbar. Videos schauen brauche ich gar nicht probieren, dadurch läuft die CPU auf Vollgas und ruckelt trotzdem. Das schlimmste auch noch: Durch mangelnde Stromsparfunktion läuft die Grafikkarte immer im höchsten Takt obwohl sie keinerlei Arbeit leistet sondern die CPU alles machen muss. Dadurch läuft der Laptop heiß und zuzelt die Batterie leer. Außerdem funktioniert der Schlafmodus nicht richtig, er wacht einfach nicht daraus auf.

Ich kann also kaum Web surfen wegen des Scrollings, kann keine Filme schauen, kann den Laptop nicht für den mobilen Einsatz benutzen.


Und die ganze Scheiße nur wegen geschlossenen Treibern. Unter Windows Synaptics, unter Linux Nvidia. Mein aktueller PC hat AMD Grafik, eigentlich dachte ich das die 3D Treiber noch etwas nachhinken aber ich bin gerade positiv überrascht, dass ich das Liveimage einfach mit 3D und Unity benutzen kann, ohne irgendwelche dummen Treiber oder sonstwas.

 Also nächsten mal sicherlich AMD auf dem Laptop und weniger Stress.

2010-10-02

Warum ist eigentlich der ntfs-fuse treiber beim schreiben auf ein truecrypt volume schneller als ext4 auf cryptsetup? Möglicherweise weil der ntfs-fuse Treiber einfach nur schreibt anstatt verzweifelt zu versuchen die Dateien ohne Fragmentierung anzuordnen?

Maverick

Gestern habe ich meinen Laptop auf eine Vorabversion des in zwei Wochen erscheinenden Ubuntu Maverick Meerkat aktualisiert. Bisher muss ich sagen, das ich leider enttäuscht bin. Ich hatte gehofft, das es durch die aktualisierten Versionen von Cairo, Pixman und den Nvidia Treibern flotter ist, leider ist allerdings das Gegenteil der Fall. Das GUI, insbesondere das Scrollen ist durchgängig langsamer und träger geworden. Ich schiebe die Schuld einfach mal auf die proprietären Nvidia Treiber.

Von den Funktionen her fällt mir eigentlich kaum ein Unterschied auf. Desktop Icons können nicht mehr so groß gestreckt werden. Der Bildbetrachter kann nun SVG Dateien richtig Vergrößern. Ich vermisse die neue Orte-Leiste von Nautilus, wahrscheinlich wird diese erst mit der nächsten Version kommen, schade eigentlich. Das hätte wenigstens etwas Änderung gegeben.

Die neuen Indikatoren rechts oben verbrauchen leider mehr breite als einfache Icons, es sieht dadurch ziemlich auseinander gezerrt aus und ich habe dadurch leider noch weniger Platz auf meinem Panel oben.

Der Speicherverbrauch des ganzen Systems ist etwas angestiegen scheint mir. Daran ist aber auch die Grafik schuld soweit ich sehen kann. Die X und Compiz Prozesse schlucken sehr viel Speicher, auch hier gebe ich einfach mal den proprietären Nvidia Treibern die Schuld. Der Stromverbrauch scheint auch etwas angestiegen zu sein. Ist daran etwa auch die Grafik schuld? Möglich. Denn wenn bei jedem Scrolling die CPU Last derartig ansteigt, dass das Scrollen stottert dann verbraucht es entsprechend viel Strom.

Wenn ich Lust habe probiere ich vielleicht mal nouveau aus, sofern die in Ubuntu enthaltene Version 3D unterstützt.


Alles in allem gibt es in der Version im Prinzip keine sichtbaren Änderungen. Die Grafiktreiber verschlechtern die Systemperformance ungemein.

Spielen unter Linux

Ich habe mir vor drei Wochen das Humble Indie Bundle gekauft. Ich finde die Idee toll und alle Spiele funktionieren auch unter Linux. Nachdem ich nun drei der Spiele ausprobiert habe sind mir einige Sachen zum Thema Spielen unter Linux aufgefallen. An sich funktionierte bis auf eine Kleinigkeit das ganze super.

Was gleich zu Anfang auffällt ist die Installation. Jedes Spiel ist dort anders. Entweder es wird ein Paket für den Paketmanager bereitgestellt, oder aber ein eigener Installer, oder ein einfaches Archiv zum selbst entpacken. Die Deinstallation ist im ersten sowie im letzten Fall einfach. Das Spiel mithilfe des Paketmanagers löschen oder einfach den aus dem Archiv entpackten Ordner. Beim zweiten Fall ist es komplexer. Das Spiel wird in einen Ordner installiert den man löschen muss, allerdings weiß ich nicht wo die Verknüpfung im Startmenü liegt. Zu diesem Thema braucht es noch etwas Arbeit unter Linux, um den Installations- und Deinstallationsprozess besser zu gestalten.

Ein weiteres Problem was mir aufgefallen ist, dass das Spiel die absolute Kontrolle über die Eingabemedien an sich reißt. Tastatur und Mauseingaben werden nicht an den Fenstermanager durchgereicht. Somit gibt es keinerlei Möglichkeit aus dem Spiel rauszutabben. Bei Penumbra Overture, das recht viel zu Lesen mitbringt hat sich nach fünf Minuten Untätigkeit der Bildschirmschoner aktiviert. Danach war das Spiel in den Fenstermodus gewechselt, allerdings hat weder das Spiel, noch der Fenstermanager auf Eingaben reagiert. Ich musste in eine Systemkonsole wechseln und meine gesamte Desktopumgebung neu starten. Dies ist absolut nicht hinnehmbar. Raustabben ist für mich ein absolutes Kriterium wenn es um Spiele geht, hier hat Linux noch gewaltig nachzubessern.

Noch eine Kleinigkeit die mir aufgefallen ist, dass Benachrichtigungskästchen, wie bei neuen Jabber Nachrichten, im Spiel zu sehen sind. Dies hat keinerlei Leistungseinbußen zu folge, es stört einfach nur.

Fazit: Spielen unter Linux hat noch einiges aufzuholen im Vergleich zu Windows.

Wochenrückblick 2010-05-08

Mein erstes (bzw eigentlich zweites) Mobiltelefon ist das größte was man überhaupt kriegen kann: Das N900. Eigentlich mehr ein Internet Tablet. Das N900 läuft mit Maemo Linux und bietet daher nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Es wäre mir auch möglich recht einfach Debian zu installieren oder andere Werkzeuge die es möglich machen WLAN Netzwerke zu knacken.

Im Prinzip hatte ich die Wahl zwischen dem extrem geschlossenen iPhone, dem auf Java basierenden Android, Windows Mobile und Symbian. Bei der Auswahl fiel die Entscheidung für das N900 nicht schwer.

Und ich habe bereits Erfolge damit zu vermelden die ich auf anderen Plattformen möglicherweise nicht erreicht hätte. Ich habe es nach langem hin und her geschafft über das extrem restriktive FH WLAN einen OpenVPN Tunnel aufzubauen um dadurch Dienste wie SIP, und IM auf dem N900 und IRC auf meinem Laptop zum Laufen zu kriegen.


Dabei gab es folgende Probleme zu lösen, die ich kurz darstellen will. Erstens erlaubt das FH Netzwerk generell keine ausgehenden UDP Verbindungen, die OpenVPN standardmäßig verwendet. Also musste eine TCP Verbindung her. Und das am besten auch über einen wohlbekannten Port. Da ich auf meinem Server kein FTP Verwende, habe ich den 20-er TCP Port für VPN verwendet. Verbindungsaufbau funktioniert, sonst nichts. Nach wirklich langer rumprobiererei ist mir dann das Problem aufgefallen. Der von der FH Verwendete DNS Server ist in einem anderen Subnetz als der Laptop im WLAN. Dies bedeutet, dass die Verbindung zum DNS Server auch über den VPN getunnelt wird, vergeblich, denn die Interne IP ist über den Tunnel logischerweise nicht verfügbar. Dies zu beheben war kein großes Problem. In den Einstellungen des VPN Servers wurde eingestellt, dass es die IP eines erreichbaren DNS Servers beim Verbindungsaufbau an den Client überträgt.

Funktioniert am Laptop wunderbar, am N900 nicht. Das N900 hat einen integrierten DNS Server. Dieser muss über ein up/down Skript in der VPN Client Konfiguration ausgeschaltet und gegen den über den Tunnel bezogenen DNS Server ausgetauscht werden.

Nun konnte ich also in einem fremden Land, in einem restriktiven WLAN über meinen Tunnel Festnetzgespräche über meine deutsche Festnetznummer führen. Ziel erreicht. Über welches andere Mobiltelefon Betriebssystem ist so etwas noch möglich?


Ansonsten läuft es mit meiner Bachelorarbeit gut, ich werde noch letzte Korrekturen anbringen und diese am Dienstag fix abschicken, danach wartet ein langer Urlaub in Siebenbürgen auf mich.


Im Juli werde ich außerdem nach Kanada fliegen auf den Mozilla Summit. Anschließend werde ich einige Wochen Kanada erkunden. Wenn ich eh schon da bin bietet sich das an.


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