dWing — die Welt ist nicht gerecht

sign in

Eine Welt ohne Geld

Ich werde schon seit längerem vor allem von Studienkollegen wegen meiner Welt- und Politikauffassung kritisiert und verarscht. Die Leute machen sich lustig indem sie immer wieder die Sprüche Open Source ist die Lösung oder Schaffen wir einfach das Geld ab von sich geben.

Ich will nun die Gelegenheit einfach nutzen um zu erläutern warum ich das aktuelle monetaristische System für schlecht halte, wieso ich Geld als Hindernis betrachte und was alles besser wäre wenn es dieses Hindernis nicht gäbe.


Thema Arbeitsmarkt. Ich bin der Meinung, dass der Monetarismus hier sehr einengt. Ich stelle einfach mal die These in den Raum: Ohne Geld gäbe es keine Arbeitslosigkeit.

Aktuell hören wir immer mehr von Kündigungen und Teilzeit Arbeit. Fakt ist, dass Arbeitskraft Geld kostet. Aus diesem Grund versuchen Firmen stätig die Arbeitskraft auf ein Minimum zu reduzieren. Manche Firmen können Arbeitskraft nicht bezahlen weil sie nicht genug Geld haben, andere wiederum schaffen Arbeitsplätze ab um höhere Gewinne zu erwirtschaften.

Geldmangel oder Geldgier führen dazu, dass nicht genug Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Geld ist auch der Grund weshalb manche Leute Arbeit verrichten die sie hassen.

In meinem Menschenbild hat jeder Mensch besondere Fähigkeiten und den Willen einer gewissen Tätigkeit nachzugehen. Wie verschieden diese Tätigkeiten auch seien mögen. Ich habe einige Freunde die sich immer lautstark über Langzeitarbeitslose beschweren die nicht arbeiten wollen. In meinem Menschenbild will grundsätzlich jeder Mensch arbeiten. Die Frage ist nur was. Ich selbst will auf keinen Fall in der Pflege arbeiten müssen wenn mich der Monetarismus dazu zwingt indem es keine andere Möglichkeit gibt.

In einem System ohne Geld würde jeder seiner Wunschtätigkeit nachgehen. Man wird nicht zu etwas gezwungen was einem nicht liegt. Man wird auch nicht aufgrund von Geld abgewiesen und daran gehindert seiner Wunschtätigkeit nachzugehen.


Thema Klima. These: Gäbe es kein Geld würde jeder in einem gut isolierten Haus wohnen, würde jeder ein Elektroauto fahren und es würden keine Fossilen Brennstoffe mehr benötigt.

Technisch sind alle diese Sachen möglich. Es sind genug Rohmaterialien und Energie vorhanden um diesen Traum in recht kurzer Zeit umzusetzen, nur wird es nicht gemacht. Geld ist das Hindernis.

Jedes Haus könnte Modernste Heizungstechniken und solare Elektrizitätsversorgung besitzen. Es gibt genug Firmen die diese Dinge produzieren, genug Handwerker die nichts lieber tuen würden als von Grund auf ein Gebäude zu erschaffen. Doch diese Menschen sind arbeitslos weil niemand genug Geld hat um sich so etwas bauen zu lassen.

Es ist technisch möglich jede Energie regenerativ zu gewinnen. Allerdings wird es nicht gemacht weil es zu teuer ist. Fossile Energie ist immer noch billiger, also will kaum einer in regenerative investieren obwohl es das Richtige wäre.

Bereits jetzt sind eine Menge neue Autos fertig produziert und könnten veraltete Umweltverschmutzer ablösen. Dennoch stehen die Autos ungenutzt vor den Werken weil sie nicht verkauft werden. Weil die Leute kein Geld haben oder es sich wirtschaftlich nicht rentiert ein neues Auto zu kaufen.

Ohne Geld hätten die Beschäftigen mehr Arbeit und jeder Mensch ein Modernes Auto.


Behauptung: Ohne Geld würde sich die Kriminalität halbieren. Nehmen wir an, dass die Hälfte der Verbrechen nur des Geldes wegen verübt werden. Ein Viertel der Liebe wegen und ein weiteres Viertel wegen Religion.

Gäbe es kein Geld, müsste niemand wegen Geld töten. Ohne Geld würde es keinen Diebstahl geben.

Außerdem bin ich als Wissenschaftler der Ansicht, dass die Menschheit endlich Religionen überwinden sollte. Selbst Linguistisch schließen sich die Wörter Wissen und Glauben aus.


Ich selbst als Wissenschaftler strebe immer danach mich selbst und die Welt in der ich lebe zu verbessern. Leider verhindert Geld diesen Fortschritt. Ich habe oft mit veralteten Systemen zu kämpfen. Systeme werden aber nicht erneuert weil es Geld kostet. Hardware und Software gleichermaßen kostet Geld. Selbst in der Open Source Welt wo Lizenzgebühren wegfallen wird nicht aktualisiert. Denn Wartung bedarf Personal und dieses muss bezahlt werden.

In einer Welt ohne Geld hätte jeder aktuelle, stromsparende, effiziente und leistungsfähige Hard- und Software.

Wissenschaftler allgemein währen nicht in ihrer Forschung eingeschränkt.


In einer Welt ohne Geld würde Technologie jeglicher Art konstant weiterentwickelt. Jeder hätte Arbeit indem er z.B. neue Technologien erforscht, diese umsetzt oder aufbaut. Es würde Arbeitsplätze im Recyclingsektor schaffen um veraltete Häuser, Autos oder Geräte wiederzuverwerten.


Und ein kleiner ITS Insider: In einer Welt ohne Geld hätte jeder seinen eigenen OLED bestückten Ultrastick mit Netzhautscan und Drahtloser Verbindung zu einem serverseitigen OpenID ähnlichen Datenaustauschsystem.

Leider wird es so etwas im Monetarismus nie geben, da es einfach zu teuer wäre. Firmen würden nicht in Aktualisierung ihrer momentanen Hardware investieren und Benutzer würden nicht so viel Geld dafür ausgeben.

Ich denke wir sind uns einig dass ein solches System grundsätzlich richtig wäre und unser Leben bereichern würde. Dennoch wird es das nie geben, weil es Geld gibt.

Weil Geld Fortschritt, Innovation und Vollbeschäftigung blockiert.

Scooter gehören verboten

Nein, ich rede nicht von der Technogruppe. Ich rede von Motorrollern. Denn neulich hatte ich mal wieder eine Situation wo mir aufgefallen ist wie sehr ich die Dinger doch hasse.

Sie sind einerseits die absolute Lärm und Gestanksbelästigung und andererseits schlecht für die Umwelt. Dennoch fahren so viele Jugendliche mit den Dreckschleudern rum. Neulich ist mir Nachts ein solcher Roller entgegengekommen. Und so wie die Dinger nun mal sind habe ich auch als es schon 500 Meter weiter war noch immer dessen Zweitaktgestank gerochen und es hat immer noch Autos übertönt die direkt neben mir vorbeigefahren sind. Ich frage mich wie die Anwohner bei solch einem Lärm schlafen können.

Zweitaktmotoren allgemein sind schon was grauenvolles. Aber das bei den Herstellern der Scooter selbst die Erfindung der Gangschaltung vorbeigegangen ist empört mich total. Das ist mitunter der Hauptgrund warum die Teile so eine Lärm- und Dreckschleuder sind. Klar, die meisten Roller sind auf 45 km/h beschränkt. Aber diese Beschränkung kann man auch anders erreichen, als dass man einfach die Gangschaltung weglässt und die Teile bei ihrer maximalen Umdrehungszahl grad mal 45km/h schaffen.

Es braucht bessere bzw. restriktivere Rahmenbedingungen für solche Fahrzeuge.

Die Solar-Lüge

Ich habe gerade einen sehr guten Artikel gelesen, Genannt Die Solar-Lüge. Etwas lang, aber doch sehr interessant zu lesen.

Zusammenfassen könnte man es am besten so: Der Artikel beschuldigt den Staat, durch zu hohe Subventionen den Markt verdorben zu haben. Wie ihr wisst, bekommt jemand der sich Solarmodule aufs Haus montiert für die Einspeisung ins Netz mehr gezahlt als normaler Strom kosten würde. Ist ja auch eigentlich gut so, denn sonst könnte man sich die überteuerten Module nicht leisten. Aber dazu gleich mehr. Was ich allerdings nicht gewusst habe ist, das diese Subventionen von allen anderen Stromkunden getragen werden. Also je mehr Solarstrom eingespeist und vergütet wird, umso mehr zahlen wir für jeden Strom.

Der Artikel behauptet, das die hohen Subventionen dazu geführt haben das vor allem ausländische Unternehmen viel nach Deutschland exportieren konnten. Desweiteren wird gesagt, das diese Subventionen zu einer Stagnierung der Forschung geführt haben. Es werden also keine neuen Entwicklungen mehr gemacht.

Die Solarmodule sind also nicht deswegen teuer, weil viele deutsche Arbeitsplätze damit bezahlt werden, oder weil viel in Forschung und Entwicklung investiert wird, nein! Diese sind ganz allein deswegen so teuer weil die Unternehmen abzocken wollen. Vor allem folgendes Zitat lässt meine Wut mal wieder bis ins unermessliche steigen:

Warum sollen die Unternehmen neue Technologien einführen, wenn sie mit den alten bestens verdienen können?

Was kann der Staat also machen? Es wird oftmals die Forderung genannt die Subventionen sehr stark zurückzufahren. Dies finde ich nur teilweise richtig. Einerseits ist klar: Die Subventionen für Ausländische Produkte sollten gekürzt werden, oder sogar komplett gestrichen. Außerdem sollte vielleicht die Höhe der Subventionen gestaffelt werden, je nachdem wie transparent ein Unternehmen seine Finanzen macht, Und demnach wie viel Reingewinn es macht. Bezahlt ein Unternehmen seine Angestellten nicht anständig, um selbst höhere Gewinne zu fahren sollten für diese Produkte die Subventionen gestrichen werden, damit die Kunden lieber bei der Konkurrenz kauft, welche mehr Arbeitsplätze schafft und diese auch gerecht bezahlt.

Der Staat sollte einfach die Leute fördern, die es nötig haben, und nicht die, welche schon im Geld schwimmen. Und wenn man ganz sozialistisch denken will könnte man auch sagen, das der Staat komplett selbst die Produktion auf sich nehmen sollte. Somit wäre die Gewinngeilheit der Aktionäre komplett besiegt :D.

Und noch ein Wort am Schluss: Wie in dem Artikel festgestellt wird ist Windenergie viel kostengünstiger zu erzeugen. Klar ist, das Solarmodule technisch sehr aufwändig herzustellen sind. Und dementsprechend teuer, auch dann wenn man die überhöhten Unternehmensgewinne wegstreicht. Allerdings sei ein sehr großer Vorteil der Solartechnik berücksichtigt: Flexibilität. Jeder kann so eine Anlage auf sein Hausdach montieren. Windkraft ist sehr standortabhängig, und mitten in die Stadt kann man so ein Windrad auch nicht stellen.

Unsere Energieversorgung der Zukunft?

Schon seit langer Zeit interessiert mich das Thema Energiepolitik, erst recht seitdem ich Autofahrer bin und mit den überteuerten Benzinpreisen zu kämpfen habe. In letzter Zeit fasziniert mich vor allem das Konzept des Batteriebetriebenen Elektroautos. Einziger Nachteil ist die geringe Reichweite und zum Teil lange Ladezeit. Aber wenn man der aktuellen Forschung glaubt werden Li-Ion Akkus in Zukunft bis zu zehn mal mehr Energie speichern können als bisherige.

Autos sind allgemein sehr wichtig was Energiehaushalt angeht. Laut verschiedenen Statistiken wird 60-70% der Weltweiten Gesamtenergie nur dazu benutzt Personen oder Güter von A nach B zu bringen. Außerdem finde ich auch den Plan Wasserstoff dafür zu benutzen für Schwachsinn. Einerseits geht es zum Teil in die Richtung Wasserstoff in einem Verbrennungsmotor zu verbrennen, was mit das Sinnloseste ist. Ein Verbrennungsmotor hat einen allgemein sehr schlechten Wirkungsgrad und außerdem eine menge Verschleiß. Von daher wäre ein Elektromotor mit weniger beweglichen Teilen, also weniger Teile die kaputt gehen könnte viel sinnvoller. Aber auch wenn Wasserstoff durch eine Brennstoffzelle Strom liefert um einen Elektromotor zu betreiben ist der Wirkungsgrad um einiges Schlechter als mit Akkus. Denn zumindest wenn der Wasserstoff durch Elektrolyse hergestellt wird benötigt man Strom den man mit weniger Verlusten direkt in einer Batterie speichern könnte.

Allgemein bin ich der Meinung das es für den Endbenutzer einfacher und bequemer ist wenn er nur auf 2 Energieformen angewiesen ist: Elektrizität und Wärme. Und an diesen Energien kann man auch einiges einsparen. Geräte die dank höherem Wirkungsgrad weniger Strom verbrauchen und Häuser die durch bessere Isolierung weniger Wärme nach außen verlieren und daher weniger geheizt werden muss. Auch aus dieser Hinsicht ist Wasserstoff als Energieträger nicht gut geeignet. Denn die Infrastruktur für Elektrizität ist schon vorhanden, und eigentlich kann jeder ein Batteriebetriebenes Elektroauto zuhause aufladen.

Aber was sollen wir wegen der Wärme unternehmen. Zur Zeit wird mit Wärme dermaßen schlecht gewirtschaftet. Ein Auto produziert aus der Verbrennung von Benzin, Gas oder Wasserstoff 60% Wärme, die einfach verloren geht oder zum Teil noch mühsam beseitigt werden muss. Auch ist die Abwärme von Elektronik ein großes Problem. Eine traditionelle Glühbirne benutzt über 90% der Energie zum heizen. Aber auch wenn man sich Atom- oder Kohlekraftwerke ansieht haben die meist riesige Kühltürme um die ungenutzte Wärme loszuwerden. Und am Schluss benutzt der Haushalt den Strom zum heizen. Im Sommer wiederum brauchen wir mit Ausnahme von Warmwasser keine Heizung sondern eher im Gegenteil, eine Kühlung.

Ich denke das es im Zukunft noch viel Spannender wird eine Energiequelle zu finden die günstig und sauber Strom erzeugt, am besten ohne Abwärme dabei zu erzeugen. Oder das von anderen Energiequellen die Abwärme positiv genutzt werden soll. Ich bin gespannt was die Zukunft bringt. Vor allem kann ich es kaum erwarten bis endlich ein echtes Elektroauto bezahlbar ist :) Oder bis Akkus kommen mit denen mein Laptop einen ganzen Tag lang ohne Netzstecker auskommt. Wobei ich bisher mit der geringen Akkulaufzeit recht gut zurecht komme.